In unserer Blogreihe VR-News berichten wir regelmäßig über Neues, Spannendes und Wissenswertes rund ums Thema Virtual Reality und 360°.

Wer uns kennt der weiß, dass wir bei realTV große Sport-Fanatiker sind. Wir sind aber auch, mit mindestens genauso großer Leidenschaft, Virtual Reality Fanatiker. Die Olympischen Spiele in diesem Jahr sind für uns aus diesen Gründen ein ganz besonderes Highlight. Denn erstmals in der Geschichte der Spiele kommt Virtual Reality zum Einsatz. Das Unternehmen das die internationalen Übertragungen verantwortet, OBS Olympic Broadcasting Service, bietet verschiedene Formate in 360° an. Neben der Eröffnungs- und Abschlussfeierlichkeiten kann man auch die Sportevents in VR erleben. Für jeden Tag wird ein Bewerb ausgewählt, der für die VR-Nutzer zuhause übertragen wird. Die verwendeten Kameras wurden speziell für Rio angefertigt. Sie sind etwa so groß wie eine Bowlingkugel und an einem Stativ befestigt. Einige davon wurden nochmal speziell auf die jeweiligen Bedingungen des Events angepasst.

Stadionatmosphäre im Wohnzimmer

Virtual Reality hat in der Geschichte des Sportes ein ganz neues Kapitel aufgeschlagen. Sie beeinflusst den Sport in verschiedener Hinsicht. Erstens, wie wir Zuschauer, den Sport wahrnehmen und zweitens, wie Sportler trainieren. Der klassischen Sportberichterstattung des Fernsehens wird durch Virtual Reality nicht ihr Platz streitig gemacht, sie wird vielmehr um eine weitere spannende Komponente ergänzt. Denn im Gegensatz zur klassischen TV-Übertragung gelingt es Virtual Reality den Zuschauer ins Stadion mitzunehmen und virtuell am Event teilhaben zulassen.

Olympia Stadion Maracana Karen Mullins, Produktionsmanagerin bei OBS sagt, man könne Virtual Reality nicht mit klassischer Berichterstattung vergleichen „Bei Virtual Reality geht es nicht ums ‚Sport-Schauen‘ im traditionellen Sinn. Wir definieren Virtual Reality eher als ‚Erlebnis‘ und nicht als ‚Übertragung‘.“ Virtual Reality bietet ungefilterte Sport-Bilder. Ohne Schnitt und ohne Kommentar. Stadionatmosphäre im Wohnzimmer. Wohin die Reise geht, kann man derzeit noch schwer absehen. Laut Mullins gilt es nun möglichst viel an Erfahrung zu sammeln. Man wisse momentan einfach noch zu wenig darüber, was beim Zuschauer gut ankommt und welche Inhalte wie produziert werden müssen.

Top-Vorbereitung mit Virtual Reality

Auf der anderen Seite, auf jener der Athleten, hat Virtual Reality längst Einzug gehalten. Videoanalysen als Teil des Trainingsprogrammes sind nichts Neues und werden fast jeder Sportart schon lange eingesetzt. Virtual Reality bietet nun die Möglichkeit, die Athleten aus einer ganz neuen Perspektive auf bestimmte Situationen vorzubereiten. Und zwar aus ihrer eigenen. Bestimmte Wettkampfszenen können in Virtual Reality aus Spielerperspektive erlebbar und analysierbar gemacht werden. Aber nicht nur zur Nach- sondern auch zur Vorbereitung trägt Virtual Reality ihren Teil bei. Das britische Olympia Team etwa hat sich zur Vorbereitung auf die Spiele in Rio von der Rüstungs- und Luftfahrtfirma BEA Systems mit Virtual Reality Equipment ausstatten lassen und bereitet die Athleten mit 360°-Videos von den Austragungsorten auf den Wettkampftag vor. So gibt es zum Beispiel für die Segler ein 360°-Video vom gesamten Regattakurs, für die Kanufahrer Aufnahmen vom Slalomkurs, für die Triathleten Bilder der einzelnen Locations. So können die Sportler die Austragungsorte vorab besichtigen und sich auf völlig neue Weise mit der Umgebung vertraut machen, in der sie ihre Wettkämpfe bestreiten.

85 Stunden Virtual Reality

Bei den Spielen in Rio sollen insgesamt an die 85 Virtual Reality Stunden gedreht werden. Neben den Eröffnungs- und Abschlussfeierlichkeiten und dem täglichen Live-Event sollen auch Highlight-Clips angeboten werden. Die Videos können über verschiedene Apps auf mobilen Geräten und VR-Brillen geschaut werden. In Deutschland beispielsweise mit der App „Olympia 360°„.

Quellen: [Rio 2016, BBC, NBC OlympicsVRnerds.de]

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