Mark Zuckerberg - Barcelona

In unserer neuen Blogreihe VR-News berichten wir regelmäßig über Neues, Spannendes und Wissenswertes rund ums Thema Virtual Reality und 360°.

Wenn es nach Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ginge, dann liefen wir in ein paar Jahren alle mit einer klobigen VR-Brille auf der Nase durch die Gegend und könnten auf diese Weise an allen möglichen Events teilnehmen, die auf der anderen Seite des Globus stattfinden oder historische Momente noch einmal so erleben, als wären wir tatsächlich dabei gewesen. Für Zuckerberg, der seit einigen Monaten Vater ist, sind historische Momente zurzeit vor allem jene, die seine kleine Tochter betreffen. Der junge Vater wünscht sich etwa, dass nicht nur er und seine Frau, erleben können, wie die kleine Max Zuckerberg ihre ersten Tapser macht, sondern auch Oma, Opa, Cousin, Cousine, Bruder, Schwester und die Urstrumpftante im tiefsten Texas live dabei sein können. Mit einer 360°-Kamera am einen, und einem Smartphone am anderen Ende, sind dies mittlerweile alles andere als die zarten Töne der Zukunftsmusik, sondern im Gegenteil, der laute Tenor der Gegenwart.

Überraschungsgast beim Mobile World Congress
Zumindest schien dies so, auf dem Mobile Word Congress (MWC), der vergangene Woche in Barcelona über die Bühne ging. Dort war Zuckerberg als Überraschungsgast beiMark Zuckerberg einem Presseevent von Samsung erschienen. Dass Facebook-Gründer Mark Zuckerberg neuerdings für Virtual Reality schwärmt, ist längst kein Geheimnis mehr. Seine Firma kaufte im März 2014 den Virtual Reality-Riesen Occulus VR für 400 Millionen US-Dollar. Seit Herbst letzten Jahres unterstützt Facebook 360°-Videos, und ist nun, neben YouTube, die größte Streaming Plattform für 360°-Videos. In Barcelona erzählte Zuckberg von seinen Visionen für Virtual Reality. Im Jahr 2016, meinte er, würde Video eine ähnliche Revolution erleben, wie seinerzeit die Mobiltelefonie.

Virtual Reality wird neue Soziale Plattform
Vor fünfzehn Jahren, haben wir noch alle Snake auf unseren Nokias gezockt und für das Tippen einer SMS (simst heute eigentlich noch jemand?) eine gefühlte Ewigkeit gebraucht. Heute verfolgen wir die Nachrichten live über diverse Soziale Medien und bleiben per Videotelefonie in Verbindung mit unseren Freunden auf der ganzen Welt, und das alles bequem übers Smartphone. Für Virtual Reality stehe ähnlich Großes in den Sternen, prophezeite Zuckerberg. Virtual Reality würde die nächste Soziale Plattform. „Sehr bald schon,“ erzählte er einem ihm an den Lippen hängenden Publikum, „werden wir in einer Welt leben, in der jeder die Möglichkeit hat, wichige Momente zu teilen und so zu erleben als wäre man tatsächlich da.“

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Der Mobile World Congress wurde zur Virtual Reality Show
Traditionell ist der MWC die weltweit größte und wichtigste Messe für Mobile Kommunikation. Alle, in diesem Branchenfeld aktive Firme, trafen jährlich dort zusammen, und präsentierten ihre neuesten Entwicklungen. Doch dieses Jahr war einiges anders: Es ging vermehrt nicht nur um „mobile“ sondern vor allem um Bewegtbild – genauer gesagt um 360°-Videos. Viele Branchenriesen unter den Smartphone-Herstellern stellten auf dem MWC nicht nur ihre neuesten Mobilgeräte vor, sondern auch 360°-Cameras.

360°-Videos für jedermann
Der Star darunter: die neue Samsung Gear 360. Diese kleine Kamera, soll es Einsteigern ermöglichen, hochwertige 360°-Videos zu machen. Sie besteht aus zwei Fischaugenlinsen, die separat aber synchron Bilder aufnehmen, die in Folge mittels Smartphone-App zu einem 360°-Video zusammengeschnitten werden können. Auch das Hochladen des fertigen Videos soll per App, ohne große Umstände, möglich sein. Der Verkaufsstart ist für die zweite Jahreshälfte geplant. Auch die Smartphone-Hersteller LG, Nokia und Sony präsentierten jeweils ihre eigenen 360°-Kameras. Mit diesen hosentaschentauglichen Geräten, die noch dazu für einigermaßen erschwingliche Preise zu haben sein werden, wird Virtual Reality im Laufe des Jahres immer salonfähiger werden und Zuckerbergs Revolutionstraum schon bald in Erfüllung gehen.